Hauskrankenpflege - was Sie unbedingt beachten sollten!

Die Häusliche Krankenpflege im Alter bezieht sich auf die pflegerische Versorgung, aber auch auf die hauswirtschaftliche Betreuung Alternder und damit Pflegebedürftiger in ihrer jeweiligen häuslichen Umgebung und noch außerhalb von teil- oder vollstationären Einrichtungen der Seniorenbetreuung.

Häusliche Krankenpflege im Alter durch Familienangehörige: Pro und Contra

Oft kann die häusliche Krankenpflege bereits durch Angehörige realisiert werden. Hierbei ist jedoch stets zu beachten und zu berücksichtigen, dass der pflegende Angehörige zwar über eine enge verwandtschaftliche und damit emotionale Bindung zum Pflegling, jedoch keinesfalls über die erforderliche pflegerische und medizinische Ausbildung verfügt.

Gutgemeinte und aus Kostenerwägungen oder aus Pflichtgefühl resultierende pflegerische Leistungen und Betreuung durch Familienangehörige sind daher mitunter nicht immer zweckdienlich, da beispielsweise bestimmte Krankheitssymptome nicht erkannt werden.

Eine entsprechende Behandlung, beispielsweise beim Wundliegen, kann dann nicht erfolgen und bestimmte Techniken, wie die des Drehens, durch die pflegenden Familienangehörigen nicht beherrscht werden. Im Extremfall kann die gut gemeinte Absicht dennoch also sogar zu zusätzlichen Schmerzen und Beschwerden für den Pflegling führen.

Die rechtliche Situation der häuslichen Pflege in der Bundesrepublik Deutschland

Die spezifische sozialrechtliche Situation der häuslichen Krankenpflege im Alter ist in der Bundesrepublik Deutschland in den Rechtsquellen des SGB XI und SGB XII geregelt und normiert, wonach die häusliche Krankenpflege trotz der bereits erwähnten Einschränkungen aus der Sicht des Gesetzgebers zunächst Vorrang vor jedweder Form der teilstationären- oder gar stationären Pflege hat.

Leistungsansprüche und Zuwendungen für den Pflegebedürftigen und die pflegende Person

Der Pflegling hat, im Falle von erheblicher Pflegebedürftigkeit, bereits einen Leistungsanspruch gegenüber der Pflegeversicherung. Bei ärztlich attestierter Demenz ist dieser Leistungsanspruch jedoch schon bei geringfügiger Pflegebedürftigkeit gegeben.

Im Falle von medizinisch erforderlichen Pflegemaßnahmen ist die Zuständigkeit der jeweiligen Krankenkasse zu bejahen. Bei der regelmäßigen häuslichen Krankenpflege im Alter durch Familienangehörige zahlt die Pflegekasse ein pauschales Pflegeentgelt zur freien Verwendung. Pflegesachleistungen und die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln können zusätzlich gewährt werden.

Gegebenenfalls kommen für die Zeiten der häuslichen Pflege von Familienangehörigen sogar eine Rentenversicherung und ein Beitrag zur Arbeitslosenversicherung für die pflegende Person in Betracht. Pflegekurse und Schulungen können an die betreffende Person gleichfalls vermittelt werden.

Nähere Informationen zur häuslichen Pflege im Alter und pflegebedürftiger Angehöriger durch Familienmitglieder finden sich auf http://www.nevanews.com/rahmenempfehlungen-definieren-haeusliche-krankenpflege/.

 

Bildquelle: © Miriam Dörr - Fotolia.com

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